Streuobstwiesen

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Streuobstwiesen

Seit 2015 haben wir ein Fortbildungsangebot für Pädagogen zum Thema Streuobstwiesen im Angebot.



Obstbaumbestellaktion

Alte ObstsortenEgal ob in der Obstwiese oder als Einzelbaum im Garten. Ein Hochstamm-Obstbaum erfüllt immer eine wichtige ökologische Funktion.

Unsere Hochstammbestellaktion im letzten Jahr war ebenso erfolgreich wie die vorhergehenden und einer unser Beiträge zum Erhalt der Streuobstwiesen in der Region.

Auf vielfachen Wunsch wiederholen wir deshalb die Aktion auch dieses Jahr. Bereits jetzt können Sie ein aktuelles Bestellformular mit den angebotenen Obstarten und –sorten hier herunterladen . Die Bestellung sollte bis Anfang Oktober bei uns sein, die Obstbäume sind im November abholbereit.



Streuobstwiesen: Obstgärten für Mensch, Tier und Pflanze



StreuobstwiesenStreuobstwiesen sind kleine Paradiese in der Kulturlandschaft und gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in unserem Land. Die mit  großem Abstand stehenden Obstbäume lassen viel Licht auf den Boden, so dass die darunter liegende Krautschicht sich gut entwickeln kann. Dort finden viele Tiere und Pflanzen einen Lebensraum. Hochstämmige Bäume bieten durch Höhlen- und Totholz für die unterschiedlichsten Arten ein „Dach über dem Kopf“. Insekten, wie Käfer, Wespen, Hummeln und Bienen, aber auch Spinnentiere und Tausendfüßler fühlen sich hier wohl. Kleinsäuger, wie Fledermäuse und Siebenschläfer, schätzen die üppigen Obstwiesen ebenso wie Reptilien und Amphibien. Viele mitteleuropäische Vogelarten nutzen alte Streuobstbestände gerne als Brutstätten. In Streuobstwiesen können bis zu 5.000 Tierarten beheimatet sein.


ObstbaumblütenAber auch der menschlichen Seele tun die blühenden Streuobstlandschaften im Frühling, die blütenreichen Wiesen des Frühsommers und die farbenprächtigen spätsommerlichen und herbstlichen Obstgärten gut. Nicht zu vergessen sind die schmackhaften Produkte, die eine Obstwiese liefert, vom Obstbrand über Säfte bis zum fruchtigen Obstkuchen. Das war wohl der Hauptgrund, dass bereits die Römer den Obstbau in ihre germanischen Kolonien brachten. Im 17. und 18. Jahrhundert förderten die absolutistischen Herrscher den Obstanbau außerhalb der Gärten weiter.


Größte Bedeutung erhielt das Streuobst im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, hier nicht zuletzt als Nahrungsgrundlage und Vitaminlieferant. In dieser Zeit entstanden über 6000 regional angepasste Obstsorten, von denen heute noch ca. 3000 in deutschen Obstgärten  zu finden sind. Sie wurden für die unterschiedlichsten Verwendungen gezüchtet, eine robuster als die andere. Alte Streuobstwiesen sind heute das Genreservoir alter, an Boden und Klima angepasster Regionalsorten.


Streuobstwiese im FrühlingDie Einführung der modernen und wirtschaftlich lohnenderen Obstbaumplantagen mit Niederstämmen, aber auch das Bau- und Siedlungswesen in den aufstrebenden 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurden den Obstwiesen zum Verhängnis. Verschiedene Erhebungen belegen den ca 70%igen Rückgang der Streuobstwiesen in Deutschland und Mitteleuropa zwischen 1965 und 2000. Heute gehören Streuobstwiesen zu den am stärksten gefährdeten Biotopen. In Deutschland finden sich die ausgedehntesten Bestände am Fuß der Schwäbischen Alb. Wenn auch der Naturpark Obere Donau mit den großflächigen Streuobstbeständen am Albtrauf nicht konkurrieren kann, so gibt es doch rund um die Siedlungen noch einige Obstgärten. Ihr Schwerpunkt liegt im Süden und Osten des Naturparks.

Bereits 1999 schlossen sich eine Reihe von Obstwiesenbesitzern im Naturpark Obere Donau zur Genossenschaft Bäuerliche Vermarktung Oberes Donautal e.G. (BODEG) zusammen, um durch die Vermarktung des „Naturpark-Apfelsaftes“ zur langfristigen Sicherung der Streuobstwiesen beizutragen.



 
Naturschutzzentrum Obere Donau

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