Themenschwerpunkt 2012

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Themenschwerpunkt 2012

Themenschwerpunkt 2012: Lebensräume und ihre Vernetzung

Themenschwerpunkt 2012Natur - Vogelgezwitscher, Ruhe und Entspannung, Farbenspiel im Sonnenuntergang, ausgedehnte Wanderungen, Rad- und  Klettersportaktivitäten, Spiel und Spaß - alles das fällt uns ein, wenn wir an die Natur denken. Das zieht uns hinaus, lässt uns die Natur  schätzen und das ist auch gut so! Manchmal gerät die Tatsache, dass diese Natur auch Lebensraum für Pflanzen und Tiere ist dabei etwas zu sehr in den Hintergrund. Oft ist dem Menschen als Naturnutzer gar nicht bewusst was draußen alles kreucht und fleucht, wo sich die  Naturbewohner überhaupt aufhalten und welche Anforderungen sie an ihren Lebensraum stellen. Spezifische Ansprüche, die von Art zu Art sehr  unterschiedlich sind, ermöglichen die Besiedlung fast aller natürlichen Lebensräume (Biotope). Nur wer weiß was man in der Natur alles erleben kann wird freudige Naturerfahrungen und interessante Entdeckungen machen können. Nur wer die Lebensräume in der Natur erkennt, kann die vielfältigen Zusammenhänge und Verbindungen erfassen und verstehen. Schutzgebiete helfen bedrohte Lebensräume zu erhalten.

Häufig wird gerade dort, wo eine noch intakte Natur vorhanden ist über zu viel Naturschutz und damit verbundene Einschränkungen geklagt. Das ist manches Mal aus der Sicht der direkt betroffenen Menschen verständlich. Arten schützen kann man aber nur da, wo sie noch vorhanden sind. Allerdings reicht dieser Schutz alleine nicht aus, um das Verschwinden der Arten zu stoppen. Wie Inseln im Meer liegen heute viele Lebensräume voneinander abgeschnitten durch Autobahnen, Siedlungen, weite ausgeräumte Agrarlandschaften, Kanäle, Staustufen und  begradigte Flüsse. Diese Isolation von Lebensräumen trägt nicht zuletzt dazu bei, dass Jahr für Jahr mehrere tausend Arten von der Erde  verschwinden.

Themenschwerpunkt 2012 - AutobahnStellen Sie sich vor, es gäbe keine Straßen und Wege zwischen unseren Städten und Dörfern. Ein gesundes Überleben der Menschen wäre  dann nicht möglich. Vielen Tieren und Pflanzen wurde durch die intensive Nutzung unserer Landschaft genau dieses Verbindungsnetz genommen. Es ist noch nicht allzu lange her, da war das anders. Tiere und Pflanzen hatten viele Verbindungswege auf denen sie sich  ungehindert ausbreiten konnten. Ausgedehnte Wälder, kleinstrukturierte landwirtschaftliche Flächen mit Hecken und Obstwiesen, Feuchtgebiete und natürliche Wasserläufe ermöglichten die Ausbreitung der Arten über weite Distanzen. Auf diese Weise ergab sich eine hohe genetische Vielfalt innerhalb der Arten. Je größer die genetische Vielfalt, umso leichter fällt es einer Art sich an veränderte Lebensbedingungen  anzupassen, als Art zu überleben und zur Sicherung der Artenvielfalt beizutragen. Der Erfolg bei der Sicherung und wo nötig die Wiederherstellung der Vernetzung zwischen den Lebensräumen wird letztlich darüber entscheiden, ob die Bemühungen zum Erhalt unserer  Tier- und Pflanzenwelt von Erfolg gekrönt sein werden.

Unsere Veranstaltungen zum Thema stellen Lebensräume ausgewählter Tier- und Pflanzenarten im Naturpark Obere Donau vor und zeigen  auf, wie diese Lebensräume vernetzt sind oder vernetzt werden sollten.


 
Naturschutzzentrum Obere Donau

Baden-Württemberg: