Vegetationskundliche Untersuchungen an Reiterlefelsen und Mädlesfelsen

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Vegetationskundliche Untersuchungen an Reiterlefelsen und Mädlesfelsen

Ein Projekt für die Pfingstnelke - eine Art des 111-Arten-Korbes

Projektpartner
Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Alpenvereins e.V.

Einzelaktion
Status: abgeschlossen (06/2008 bis 09/2009 )

Region: Schwäbische Alb,Landkreis Esslingen, Lenningen-Schopfloch


Kurzbeschreibung
PfingstnelkeAn den Felsen Reiterlefelsen und Mädlesfelsen (Schwäbische Alb) wurden im Jahr 2008 vegetationskundliche Untersuchungen unter besonderer Berücksichtigung der Pfingstnelken-Vorkommen (Dianthus gratianopolitanus) durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in einem ausführlichen Abschlussbericht dargestellt und mit Kartierungen aus dem Jahr 1988 verglichen. Die Untersuchung beinhaltet auch Vorschläge zur Verbesserung des Artenhilfsprogramms für die Pfingstnelke und der bisherigen Maßnahmen zur Biotoppflege.

Die Untersuchung ergab u.a. folgende Ergebnisse:
  • Die vormals durch Trittbelastung geschädigte Felsvegetation hat sich rund 20 Jahre nach Ausweisung des Naturschutzgebiets „Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern“ und Sperrung der Felsen für den Klettersport insgesamt wieder in eine standorttypische, weitgehend ungestörte Ausprägung entwickelt.
  • Weiterhin problematisch ist die anhaltende Nutzung der Felsköpfe als Aussichtspunkte. Eine Trittschädigung der Felskopfvegetation ist deutlich erkennbar.
  • Die Bestände der Pfingstnelke haben weiterhin abgenommen, obwohl die Trittbelastung der Felswände durch Kletterer seit ca. 20 Jahren nicht mehr besteht. Als Gründe werden in Übereinstimmung mit anderen Autoren die starke Gehölzsukzession (Beschattung) und die Verdrängung durch konkurrierende Pflanzen gesehen.
  • Die gelegentlich durchgeführten Biotoppflegemaßnahmen sind offensichtlich nicht ausreichend, um den bisherigen Zustand zu erhalten bzw. einen optimalen Zustand der Xerothermvegetation zu erreichen.
  • Im Rahmen der Untersuchungen konnte ein bei den bisherigen Kartierungen nicht erfasstes, größeres Pfingstnelken-Vorkommen in der Felswand des Mädlesfelsen nachgewiesen werden.
Reiterfels und Mädlefels

Abschließend werden der neue Ansatz eines integrativen Schutz-, Kletter- und Felspflegekonzepts vorgestellt und Rahmenbedingungen für eine naturverträgliche Kletternutzung festgelegt. Kernpunkt dieses Konzepts ist, dass bislang gesperrte Felsen eingeschränkt für das Klettern freigegeben werden und im Gegenzug die Natursportler verbindlich in Aufgaben einer verstärkten Biotoppflege eingebunden werden.







Ansprechpartner
Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Alpenvereins e.V.
Rotebühlstr. 59 A,
70178 Stuttgart
Telefon: 0711 / 612430
Ansprechpartner: Heiko Wiening
Telefon: 0711 / 627005
Email:
www.alpenverein-bw.de


 
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