Vielfalt auf dem Acker - das Genreservoir von morgen!

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Vielfalt auf dem Acker - das Genreservoir von morgen!

Ein Projekt für das Sommer-Adonisröschen - eine Art des 111-Arten-Korbes

Projektpartner
Regierungspräsidium Tübingen, Referat 56
NABU-Kreisverband Zollernalb

Projekt mit mehreren Aktionen
Status: laufend


Kurzbeschreibung
Sommer AdonisröschenAdonisröschen waren in früheren Zeiten weit verbreitet und typisch für die kargen Grenzertragsflächen der Schwäbischen Alb und der Gäulandschaft. Heute sind von der als besonders artenreich beschriebenen Gesellschaft nur noch Fragmente zu finden. Die Ursachen sind vielfältig und die wichtigsten, wie Herbizideinsatz und hohe Düngergaben, sind allgemein bekannt. Weniger bekannt ist, dass die dichte Saat und die Verschiebung von Saat und Erntezeiten, die Mahd der Feldraine, um nur einiges zu nennen, zum Artenrückgang beitragen haben.

Zur Erhaltung der Ackerwildkräuter ist deshalb die Mithilfe der Landwirte gefragt. Interessierte Landwirte können Äcker mit gefährdeten Wildkräutern in ein Extensivprogramm des Regierungspräsidiums Tübingen aufnehmen lassen. Für die spezielle Bewirtschaftung erhalten sie dann eine finanzielle Entschädigung.
Sommer AdonisröschenEin einmaliges Schutzgebiet für Ackerwildkräuter ist bei Rangendingen im Zollernalbkreis entstanden. Hier wird die überaus artenreiche standörtliche Ackerbegleitflora auf kleinen gewachsenen Feldparzellen erhalten. Sechs Landwirte beteiligen sich bereits an dem Artenschutzprojekt. Das Projekt wird fachlich vom Regierungspräsidium Tübingen betreut. So ist hier eine Art Museumslandwirtschaft entstanden, mit über 30 gewachsenen Feldern.
Neben lichter Aussaat ohne Kunstdünger und Pestizide, in vielgliedriger Fruchtfolge, wurde auch der Anbau alter Kulturpflanzen wie Emmer oder Lein ins Extensivierungskonzept mit aufgenommen. Bis zu 20 Arten der Roten Liste Baden Württembergs sind hier zu finden, manche in riesigen Beständen.
Probleme bereitet zur Zeit allerdings die starke Ausbreitung von Wurzelwildkräutern wie Acker-Kratzdistel und Quecke. Die Dezimierung erfordert viel Arbeiteinsatz und vor allem Geduld. Trotzdem stellt das Projekt einen großen Erfolg für den Artenschutz dar, denn letztlich dient diese Fläche auch als wichtiges Genreservoir für die Zukunft.


Ansprechpartner
Regierungspräsidium Tübingen, Referat 56
Ansprechpartner: Cornelie Haag
Telefon: 07071 / 757 2270
Email:

Ansprechpartner: Sigrid Pohl
Telefon: 07157 / 62940

 
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111-Arten-Korb
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