Die Uferschwalbe - Beispiel einer erfolgreichen Kooperation zwischen Artenschutz und Wirtschaft

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Die Uferschwalbe - Beispiel einer erfolgreichen Kooperation zwischen Artenschutz und Wirtschaft

Ein Projekt für die Uferschwalbe - eine Art des 111-Arten-Korbes

Projektpartner
Sand- und Kieswerk Rottenburg, Matthäus Bischoff GmbH & Co KG
Regierungspräsidium Tübingen
Stadt Rottenburg am Neckar
Verein zur Erhaltung bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume (VEbTiL e.V.)
Ornithologische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

Projekt mit mehreren Aktionen
Status: laufend


Kurzbeschreibung
zwei UferschwalbenDie Uferschwalbe steht in Baden-Württemberg mit landsweit etwa vier- bis sechstausend Brutpaaren auf der Vorwarnliste der gefährdeten Vogelarten. Ein Beispiel einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Wirtschaft bietet die Uferschwalbenkolonie am „Kiessee Bischoff“, im Bereich des Naturschutzgebiets „Burglehen“.

Die Uferschwalben brüten hier bevorzugt in frisch angeschnittenen, unerodierten Wänden, also stets in den Bereichen, in denen die Firma Bischoff aktuell Kies abbaut. In Absprache mit dem Regierungspräsidium Tübingen und Ornithologen des Vereins zur Erhaltung bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume (VEbTiL e.V.) sowie der Ornithologischen Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. lässt die Firma seit mehreren Jahren den von den Uferschwalben bebrüteten Bereich so lange stehen, bis die Jungvögel ausgeflogen sind – erst danach wird auch dort weiter abgebaut.

Zusätzlich wurden im Jahr 2008 zum ersten Mal einige künstliche Nisthöhlen durch die Ornithologische Gesellschaft angebracht, die von den Vögeln – neben den „natürlichen“ Steilwänden – bereits nach wenigen Tagen angenommen wurden. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Uferschwalben auch nach Ende des Kiesabbaus in einigen Jahren, wenn keine frischen, unerodierten Wände mehr zur Verfügung stehen werden, Nistmöglichkeiten finden und annehmen werden. Die Schutzmaßnahmen richten sich also auch auf den zukünftigen Erhalt der Population.

Das Projekt wurde am 26. Juni 2008 im Kieswerk Bischoff der Öffentlichkeit präsentiert. Vertreterinnen und Vertreter des Unternehmens, der Naturschutzverwaltung und der beiden oben genannten Naturschutzverbände stellten Gefährdungsursachen und Schutzmaßnahmen sowie die naturschutzfachliche Bedeutung der Rottenburger Population dar.


Ansprechpartner
Sand- und Kieswerk Rottenburg, Matthäus Bischoff GmbH & Co KG

Ansprechpartner: Betriebsleiter Norbert Trapp
Im Rank 1
72108 Rottenburg a. N.

Regierungspräsidium Tübingen
Ansprechpartner: Dr. Marion Zobel
Telefon: 07071 / 757 2322

Stadt Rottenburg am Neckar
Ansprechpartner: Meike Kühlbrey

Verein zur Erhaltung bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume (VEbTiL e.V.)
Ansprechpartner: Andreas Lämmert

Ornithologischen Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.
Ansprechpartner: Rudolf Kratzer


 
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