Artenschutzprogramm Uferschwalbe der Heidelberger Sand und Kies GmbH

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Artenschutzprogramm Uferschwalbe der Heidelberger Sand und Kies GmbH

Ein Projekt für die Uferschwalbe - eine Art des 111-Arten-Korbes


Projektpartner
Heidelberger Sand und Kies GmbH, HeidelbergCement AG
HeidelbergCement Technology Center GmbH

Projekt mit mehreren Aktionen
Status: laufend (seit 2007)

Region: deutschlandweit in 42 Sand- und Kieswerken; in Baden-Württemberg: Durmersheim, Forchheim, Kronau, Waghäusel-Wiesental und Hagenbach


Kurzbeschreibung
UferschwalbeIn den Kies- und Sandgruben der Heidelberger Sand und Kies GmbH ist die Uferschwalbe ein regelmäßig anzutreffender Brutvogel. Als Brutquartiere sind besonders die frisch abgebrochene Steilwände aus sandig-lehmigem Material attraktiv, wie sie beim Abbau kontinuierlich entstehen.

Obwohl eine friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Uferschwalbe in den Abbaustätten besteht, kann es im Einzelfall zu Problemen kommen. Besonders dann, wenn sich die Tiere in Steilwände einnisten, die produktionsbedingt über die Brutsaison abgebaut werden müssen.

SchaubildTrotz bestehender Genehmigung verhindert der Schutzstatus einen weiteren Abbau dieser Steilwände bis zum Ende der Brutzeit. Im Jahr 2007 wurde daher das Artenschutzprogramm gestartet. Ziel ist es, schon im Vorfeld mögliche Konflikte zwischen den Interessen des Abbaus und dem Artenschutz zu erkennen und durch geeignete Management- und Pflegemaßnahmen zu verhindern. Grundlage ist es zunächst die Erfassung des tatsächlichen Brutbestandes während der Brutzeit (Begehung: Juni-Juli), die Bewertung des Konfliktpotenzials und die Ausarbeitung von Steuerungsmaßnahmen. In den Wintermonaten planen die Werksleiter den Abbau für die kommenden Monate. Stehen an einer für Uferschwalben attraktiven oder von ihnen bereits genutzten Steilwand im Frühling Abbauarbeiten an, schaffen die Werke rechtzeitig Ausweichquartiere. Gleichzeitig flachen sie die zum Abbau bestimmten Wände vor der Rückkehr der Vögel ab und machen sie dadurch unattraktiv.

uferschwalbeAls Alternativplätze werden unbenutzte freie Steilhänge und sandig-tonige Oberbodenhalden angeboten. Die festgelegten Maßnahmen werden jährlich kontrolliert. Damit leistet HeidelbergCement einen naturschutzfachlichen Beitrag.

Zusammenfassende Maßnahmen
  • Fortlaufende Sicht- und Bestandskontrolle der Brutplätze
  • Abgleich mit der Abbauplanung und Festlegung der Maßnahmen für die kommende Saison.
  • Kein Abbau oder Weiterführung von Arbeiten im Brutbereich
  • Planung und Durchführung von Pflegemaßnahmen: Steilwände nach jeder Brutsaison mit Spaten oder einem Bagger sauber abstechen
  • Kein Verfüllen der aufgelassenen Sand- und Kiesgruben.
  • Keine Begrünung durch Bepflanzung, sondern die Rohböden möglichst lange offen halten. Zugewachsene Steilwände möglichst entbuschen.
  • Anlegen von Oberbodenhalden. Möglichst Verzicht auf künstliche Nisthilfen

Ansprechpartner
Heidelberger Sand und Kies GmbH, HeidelbergCement AG

Ansprechpartner: Martin Wollschläger (Projektmanager)
69120 Heidelberg
Email:

HeidelbergCement Technology Center GmbH
Ansprechpartnerin: Tina Gölzer (Projektverantwortliche)
69181 Leimen
Email:

 
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111-Arten-Korb
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