Lebensraum Trockenmauer und Hecke

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Lebensraum Trockenmauer und Hecke

Ein Projekt für die Schlingnatter - eine Art des 111-Arten-Korbes

Projektpartner
Tier- und Artenschutz-AG des Gymnasiums Sindelfingen-Unterrieden
(in Kooperation mit dem JKG Weil der Stadt und dem Gymnasium Renningen)
Regierungspräsidium Stuttgart, Referat 56 Naturschutz und Landschaftspflege
Landwirt Manfred Rau, Mittelberg

Projekt mit mehreren Aktionen
Status: laufend

Region: Heckengäu, Landkreis Böblingen


Kurzbeschreibung
Die Projektarbeit der Artenschutz AG umfasst in erster Linie verschiedene Massnahmen zur Landschaftspflege auf Weil der Städter Gemarkung. So pflegt die AG jedes Jahr die etwa 50 m lange Trockenmauer am Fuße des Naturschutzgebiets Mittelberg und den auf ihr wachsenden Schlehengürtel.

TrockenmauerTrockenmauern sind nicht nur Zeugen alter Handwerkskunst sondern auch wertvolle Lebensräume und Rückzugsorte für viele seltene Tiere und Pflanzen. Die Hohlräume im Innern, sowie Spalten und Ritzen als Zugänge fördern die Besiedlung mit verschiedenen Tierarten. In den Mauerritzen leben unzählige Kleinlebewesen wie z.B. Schnecken und Inseken. Wildbienen legen ihre Nester an. Tiefe Hohlräume mit geringen Temperaturschwankungen werden von Fledermäusen als Tages- und Überwinterungsquartier genutzt. Eidechsen und Schlangen lieben die sich rasch erwärmende Steinoberflächen. In den feuchten Spalten am Mauerfuß verkriechen sich gerne Erdkröten.

Trockenmauer vor den Pflegemaßnahmen   Trockenmauer nach den Pflegemaßnahmen

Vor den Pflegemaßnahmen         -        Nach den Pflegemaßnahmen


TrockenmauerVerbuschen diese Habitate durch zu hochwachsende Vegetation, verändert sich das Mikroklima in diesem Lebensraum nachteilig und die Artenvielfalt geht verloren. Die Artenschutz-AG kümmert sich durch entsprechende Pflegemaßnahmen (Zurückschneiden emporwachsender Schlehen am Wegrand vor der Mauer) um den Erhalt und Schutz der Artenvielfalt an der Trockenmauer. In Zusammenarbeit und Absprache mit dem Regierungspräsidium Stuttgart (Referat 56 Naturschutz und Landschaftspflege) und Landwirt Rau vom Mittelberg führt die AG jedes Frühjahr sogenannte Verjüngungschnitte an den alten Schlehenbeständen auf der Mauer durch. Dieses sogenannte "auf den Stock setzen" geschieht abschnittsweise, um die Singvögel und Kleinsäugetiere nicht großflächig ihrer Brutquartiere und Unterschlupfmöglichkeiten zu berauben.

Die Artenschutz AG hat im Februar 2009 weitere ca. 10 m der Schlehenbestände auf der Trockenmauer auf Stock gesetzt und die Steil-Wucherungen vor der Mauer zurückgedrängt. Landwirt Manfred Rau vom Mittelberg wird freundlicherweise wieder die Abfuhr des Hecken-Schnittguts übernehmen.


Ansprechpartner
Artenschutz-AG des Johannes-Kepler-Gymnasiums Weil der Stadt
Ansprechpartnerin: Tina Hahl
Email:
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