Wiederansiedlungsprojekt Steinkauz

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Wiederansiedlungsprojekt Steinkauz

Ein Projekt für den Steinkauz - eine Art des 111-Arten-Korbes

Projektpartner
IG Lebendiges Biotop

Projekt mit mehreren Aktionen
Status: laufend (seit 2006)

Region: Mittleres und nördliches Oberrheintiefland: Gemeinde Karlsdorf-Neuthard; Gemeinde Stutensee; Teile der Gemeinde Graben-Neudorf

Kurzbeschreibung
SteinkauzDie Interessengemeinschaft „Lebendiges Biotop“ verfolgt das Ziel den Artenrückgang im Projektgebiet aufzuhalten sowie die verwaisten Steinkauzvorkommen durch gezielte Bestandsstützung zu fördern. Dies soll unter anderem erreicht werden durch folgende Maßnahmen:

  • Pflanzungen von Streuobstbäumen alter Sorten
  • Heckenpflanzungen; Schaffung von Feldgehölzen
  • Pflege von Altgrasbeständen
  • Erhaltung von Ackerrandstreifen
  • Pflege von temporären Tümpeln
  • Bau und Installation von Nistkästen (u.a. Steinkauz)
  • Zucht und Wiedereinbürgerung von Steinkäuzen


Vision einer Einbürgerung
 Die Steinkauzpopulation im nördlichen Baden ist bis auf wenige lokale Restbestände erloschen. Die in früheren Jahren durchgeführten Flurbereinigungsmaßnahmen und das Entfernen von Streuobstbeständen zerstörten die vorhandenen Biotope. Durch die Umstrukturierung in der Landwirtschaft entstanden in jüngerer Zeit wieder die für den Steinkauz notwendigen Wiesenflächen. Weiterhin ist zu beobachten, dass durch eine Verstärkung der Pferde- und Schafhaltung extensiv genutzte landwirtschaftliche Strukturen enstehen, die an kleinbäuerliche Nutzungsformen früherer Zeiten erinnern. Das „Einwandern“ des Steinkauzes in das beschriebene Gebiet kann jedoch als eher unwahrscheinlich bezeichnet werden, da in den angrenzenden Gebieten keine stabilen Populationen vorhanden sind.
 




Ist nun das Aussetzen von nachgezüchteten Vögeln sinnvoll?

 Sicherlich ist es unabdingbar Maßnahmen zur Erhaltung geeigneter Lebensräume und die Förderung einer extensiven Grünlandnutzung zuerst durchzuführen. Neben der Erhaltung von alten Baumbeständen in vorhandenen Streuobstwiesen und gezielten Nachpflanzungen wird durch das Anbringen geeigneter Nisthöhlen die Brutmöglichkeiten des Steinkauzes verbessert. Innerhalb der Projektgruppe gibt es Spezialisten im Bereich der Eulen- und Greifvogelzucht. Weiterhin befindet sich im Bereich des Erlenwaldes in Karlsdorf-Neuthard eine Auffangstation für verletzte Greifvögel mit einer großen Trainingsvoliere, um diese nach der Genesung wieder in die freie Natur zu entlassen. Es bestehen also optimale Grundvorraussetzungen.
 
 Unter diesen Bedingungen hat sich die Projektgruppe entschlossen, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und mit der notwendigen wissenschaftlichen Begleitung das Ziel der Wiedereinbürgerung weiterzuverfolgen. Um optimale Haltungsbedingungen schaffen zu können, wurden zuerst Zuchtvolieren bei der Auffangstation im Erlenwald und im Vogelpark in Neuthard gebaut. In der Zwischenzeit sind dort die ersten Zuchttiere eingesetzt worden. Auch auf dem Gelände des Vogelvereines in Neuthard wurden Zuchttiere untergebracht. Nun benötigen wir das notwenige Glück!





Ansprechpartner
Interessensgemeinschaft Lebendiges Biotop
Ansprechpartner: Hans-Jürgen Görze
Telefon: 07251 / 4783
Email:

Peter Blümle
Telefon: 07251 / 4745
Email: donbluemle@web.de

Gerhard Leicht
Telefon: 07251 / 40284
Email:

www.vogelpark-neuthard.de

Weitere Informationen zur IG Steinkauz [PDF, 688,31 KB]





 
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