Nutzungsgeschichte

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Nutzungsgeschichte



   

Der Mensch nutzte das Ried bereits vor Jahrhunderten. So wurden die ausgedehnten Auen- und Bruchwälder größtenteils gerodet; die offenen Flächen wurden dann bis Mitte des 20. Jahrhunderts als Streuwiesen genutzt. In den Gewässern wurden Fische gefangen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts war das Schilfmattenflechten ein wichtiges Handwerk in Eriskirch.

 Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1954 benützten französische Besatzungstruppen das Eriskircher Ried als Luftschießübungsplatz. Später betrieb die Bundeswehr bis 1998 im Ried eine „Peilzentrale“. Heute hat die Landwirtschaft kaum mehr ein Interesse an einer Nutzung der Streuwiesen. Die Randbereiche des Schutzgebietes werden jedoch intensiv genutzt, wobei der Obstbau die größte Rolle spielt. Berufsfischer dürfen in der Flachwasserzone des Bodensees fischen, die Schussen mit ihren Altwassern wird von Sportanglern genutzt.

Das Eriskircher Ried ist heute ein außerordentlich wichtiges Erholungsgebiet für die heimische Bevölkerung und Feriengäste. Bereits 1930 wurde von der Gemeinde Eriskirch im Bereich der heutigen Beobachtungsplattform am Ufer des Bodensees ein erstes einfaches Strandbad errichtet. Um 1959 entstand das neue Strandbad am heutigen Standort.

 
Naturschutzzentrum Eriskirch

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