Biodiversitäts-Check für Gemeinden

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Biodiversitäts-Check für Gemeinden

roter-scheckenfalter-transp-schrg.gifDer „Biodiversitäts-Check" ist ein freiwilliges Modellprojekt für Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg. Ziel des Biodiversitäts-Checks ist es, die biologische Vielfalt im Gemeindegebiet zu erhalten und zu fördern.

In den ausgewählten Gemeinden stellt ein Gutachter fest, wie es um die biologische Vielfalt auf der Gemeindefläche bestellt ist und entwickelt praktikable Maßnahmenvorschläge.

Dabei kommt das Informationssystem Zielartenkonzept zur Anwendung. Das Zielartenkonzept nennt für die Naturräume Baden-Württembergs Arten, die gefährdet sind und für die das Land eine besondere Verantwortung trägt. Maßnahmen, die diesen Arten zugute kommen, dienen auch anderen schutzwürdigen Tieren oder Pflanzen mit ähnlichen ökologischen Ansprüchen. Das EDV-Programm steht allen Interessierten im Internet zur Verfügung (Informationssystem ZAK). 

Die teilnehmenden Städte und Gemeinden (Althengstett, Landkreis Calw; Königsfeld im Schwarzwald, Schwarzwald-Baar-Kreis; Nürtingen, Landkreis Esslingen; Tettnang, Bodenseekreis; Weissach im Tal, Rems-Murr-Kreis; Gemeindeverwaltungsverband Rauenberg, Rhein-Neckar-Kreis) waren im Rahmen eines landesweiten Wettbewerbs nach verschiedenen Kriterien ausgewählt worden.

Die Kommunen profitieren direkt vom Biodiversitäts-Check. Mit den erhobenen Grundlagendaten und dem „Strauß" an Maßnahmenvorschlägen steht nun den Gemeinden ein wertvoller Beitrag für die kommunale Landschaftsplanung und damit auch eine ökologische Grundlage für die Bauleitplanung zur Verfügung. Die Gemeinden sind allerdings nicht verpflichtet, die Gutachtenvorschläge zu verwirklichen.

In allen beteiligten Kommunen liegen mittlerweile die abschließenden Gutachten vor. Biodiversitäts-Check und Zielartenkonzept wurden sowohl von den Gutachtern, als auch von den Kommunen selbst als ausgesprochen hilfreiches Instrument für die Unterstützung der kommunalen Planungen bewertet. Die Erfassung der biologischen Vielfalt einer Gemeinde, die daraus resultierende regionale oder landesweite Verantwortung sowie die Ableitung geeigneter Maßnahmen zu deren Wahrung können mit Hilfe des ZAK wesentlich schneller und damit kostengünstiger erfolgen. In einigen Gemeinden konnten bereits erste im Biodiversitäts-Check erarbeitete Maßnahmen umgesetzt werden.

Die Ergebnisse des Biodiversitäts-Checks wurden im Juni 2010 auf einer Veranstaltung der Umweltakademie zum Thema „Umweltplanungen in der Kommune" von Vertretern der am Biodiversitäts-Check teilnehmenden Gemeinden Tettnang und Weissach im Tal vorgestellt.

Eine zusammenfassende Broschüre informiert über Inhalt, Möglichkeiten und Ziele des Biodiversitäts-Checks für Gemeinden. Es wird aufgezeigt, wie ein Biodiversitäts-Check funktioniert, welche Phasen und Schritte aufeinander folgen. Anhand von zwei Modell-Kommunen wird dargestellt, welche Ergebnisse zu erwarten sind und welche Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten er bietet.
Die Broschüre steht als PDF im Infomaterial dieser Seite (oben rechts) zum Download bereit oder kann über den Bestellshop der LUBW kostenlos bezogen werden.

 
Biodiversitäts-Check
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