Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

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Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Obwohl bereits mit der Agenda 21 bei der Konferenz in Rio 1992 formuliert, wurde erst mit dem Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung in Johannisburg 2002 Bildung als ein wichtiges Instrument für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Entwicklung hervorgehoben und durch eine Entscheidung der UN-Vollversammlung für eine Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014) gestärkt. Ziel von BNE ist, die Fähigkeit zu erwerben, die Zukunft der Gesellschaft im Hinblick auf wirtschaftlich, sozial und ökologisch gerechte Verhältnisse mit zu gestalten.

Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Bildung für nachhaltige Entwicklung ermöglicht es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwor-tungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen ist transformative Bildung der Schlüssel. Deshalb hat die UNESCO von 2015 bis 2019 das Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgerufen. Es soll dazu beitragen, BNE national wie international immer stärker als wesentlicher Bestandteil einer qualitätsori-entierten Bildung und als Schlüsselfaktor für eine nachhaltige Entwicklung in die Systeme zu implementieren. Die UNESCO Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramm finden Sie im Publikationsverzeichnis der Deutschen UNESCO www.unesco.de/infothek/publikationen.html.

Das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung hat auch in Baden-Württemberg einen enormen Bedeutungszuwachs erfahren. BNE wurde in die Nachhaltigkeits-strategie, die Naturschutzstrategie Baden-Württembergs und z.B. auch in die neuen Bildungspläne in der Schule verankert.
Die methodischen Anforderungen an die BNE erfordern neue Lern- und Lehrformen sowie den umfassenden Einsatz von Partizipationsmethoden.

Gute Bildung geht über reines Faktenwissen hinaus, sie vermittelt Fähigkeiten und Werte und ermöglicht
  • vorausschauendes Denken;
  • interdisziplinäres Wissen;
  • autonomes Handeln;
  • Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen.

Das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung dient entsprechend nicht nur da-zu, Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaschutz und Biodiversität zu thematisieren, sondern partizipative Methoden zu verwenden, um kritisches Denken, Teamfähigkeit und weitere Fähigkeiten zu vermitteln. Hinzu kommt ein internationaler Blick, der es uns ermöglicht, uns als Weltbürger zu verhalten, dessen Denken und Handeln nicht an der eigenen Landesgrenze aufhört.
Laut Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung sollen die Bestrebungen BNE zu stärken in einer Gesamtstrategie vertieft und verankert werden sowie insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene für Nachhaltigkeitsthemen aktiviert und qualifi-ziert werden.

Seit Beginn der UN-Dekade BNE hat die Stiftung Naturschutzfonds das Thema mit Leben gefüllt und selbst Aktionspläne, Veranstaltungen, Projekte und Publikationen gemeinsam mit Partnern erstellt und umgesetzt.

Weiterführende Links zur BNE:
BNE Deutsche UNESCO
BNE im BMBF
BNE-Portal
UNESCO Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung
UNESCO Roadmap
Nachhaltigkeit Lernen in Baden-Württemberg
Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg
Naturschutzstrategie Baden-Württemberg
Neue Bildungspläne 2016
 



Natur verstehen, Welt begreifen - Ein Beitrag in "natur + kosmos - das Magazin für Natur, Umwelt, nachhaltiges Leben", Ausgabe Juli 2010, über die Stiftung Naturschutzfonds und ihre Aktivitäten im Bereich "Bildung und nachhaltige Entwicklung"

  Download (PDF)




Aktionsplan "Zukunft gestalten - Bildung für nachhaltige Entwicklung in Baden Württemberg"
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, des Umweltministerium, Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum sowie der Stiftung Naturschutzfonds, 2005


Der vom Kabinett am 21.11.2005 beschlossenen Aktionsplan definierte die Rolle des Landes in der Dekade und benannte konkrete Maßnahmen, die von Seiten des Landes zur Stärkung der Bildung für nachhaltige Entwicklung eingeleitet werden sollen. Er war als ein dynamischer, offener und prozessorientierter Plan angelegt, der über den Zeitraum der Dekade in Zusammenarbeit mit anderen Bildungsakteuren fortgeschrieben wurden soll. Als Schwerpunkte wurden die vorschulische und schulische Bildung, die außerschulischen Lernorte, die außerschulische Jugendbildung, die Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern sowie die berufliche Fort- und Weiterbildung ausgewählt. Im Verlauf der Bildungsdekade sollen weitere Bildungsbereiche in den Aktionsplan eingebunden werden.

Aktionsplan 2005 (PDF)

Aktionsplan 2009 "Zukunft gestalten - Bildung für nachhaltige Entwicklung in Baden Württemberg"
Der Aktionsplan 2009 wurde vom Netzwerk Nachhaltigkeit lernen herausgegen
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie wurde der erste Aktionsplan gemeinsam mit den zivilgesellschaftlichen Bildungsakteuren fortgeschrieben. Der Aktionsplan 2009 wurde der Nachhaltigkeitskonferenz, dem obersten Gremium der Nachhaltigkeits-strategie, vorlegt. Er bildet seit 2009 den „rote Faden“ für Aktivitäten.

Aktionsplan 2009 (PDF)

Im Rahmen der UN-Dekade BNE wurden drei Symposien und drei Fachveranstal-tungen zu den Jahresthemen der BNE-Dekade organisiert und durchgeführt

"Zukunft gestalten"
1. Symposium Bildung für nachhaltige Entwicklung in Baden-Württemberg am 02. Dezember 2005
Initiative des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport, des Umweltministeriums sowie der Stiftung Naturschutzfonds, 2001-2005


Mit dem 1. Symposium zur Bildungsdekade in Baden-Württemberg wurde mit allen, die sich im vorschulischen, schulischen und im außerschulischen Bereich für die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung in Baden-Württemberg engagieren bzw. engagieren wollen, in ein Kommunikationsprozess getreten. Dabei wurden Innovationspotenziale ausgelotet, der Dialog gestärkt und Impulse für die weitere Zusammenarbeit und Vernetzung erörtert, um die mit der Bildungsdekade verfolgte Idee einer nachhaltigen Entwicklung mit Leben zu füllen.

Dokumentation in Vorbereitung
Programm-Flyer (PDF)
 
 Präsentation

Baden-Württemberg-Woche der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung und 2. Symposium zur UN-Dekade in Baden-Württemberg unter dem Motto „Zu-kunft gestalten“ (November 2007)

Um aktuelle Entwicklungen der Weltdekade „Bildung für nachhalte Entwicklung“ drehte sich die Baden-Württemberg-Woche Bildung für nachhaltige Entwicklung. Auf Einladung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten tagte das Nationalkomitee für die UN-Dekade und der bundesweite runde Tisch.

Programm-Flyer (PDF)


3. Symposium – 10 Jahre UN-Dekade BNE
Zukunft gestalten
3. Dezember 2014 Hospitalhof Stuttgart


Die 10-jährige UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) neigte sich 2014 dem Ende zu. Dies war auch Anlass für Baden-Württemberg, nochmals auf die vielen Projekte und Initiativen der letzten Jahre zurückzublicken. Die zentralen Fragen zum Abschluss dieser Dekade lauteten: Was wurde erreicht und wo liegen die künftigen Herausforderungen eines notwendigen mentalen, kulturellen und gesellschaftlichen Wandels in Richtung Zukunftsfähigkeit?

Programm-Flyer (PDF)
Weitere Infos


Programm-Flyer der Fachtagungen
Fachtagung 2010: Ein Betrag zum Jahresthema „Geld“ (PDF)
Fachtagung 2011: Ein Beitrag zum Jahresthema „Stadt“ (PDF)
Fachtagung 2012: Ein Beitrag zum Jahresthema „Ernährung“ (PDF)

Die Stiftung Naturschutzfonds ist ein aktives Mitglied der Arbeitsgruppe des runden Tischs der UN-Dekade bzw. Partnernetzwerk „Biologische Vielfalt“ des Weltaktionsprogamms BNE des BMBF.
Es gibt zehn Partnernetzwerke auf Bundesebene, die Akteure untereinander vernetzen und Impulsgeber für die Umsetzung vor Ort sind. Sie befassen sich mit Teilbereichen von BNE und arbeiten eng mit den Fachforen zusammen. Die Netzwerke erfüllen unter anderem die wichtige Aufgabe, Good-Practice-Beispiele zu initiieren.

Als Akteur war die Stiftung Naturschutzfonds ein Mitglied am jährlichen runden Tisch der UN-Dekade BNE und seit 2015 nimmt die Stiftung Naturschutzfonds auf Einladung des BMBF an den Agendakongressen zum Weltaktionsprogramm teil.
Der Kongress bietet allen Teilnehmenden die Möglichkeit des regelmäßigen Austauschs und hat die Ausarbeitung eines Nationalen Aktionsplans zum Ziel.



Grundsatzpapier „Biologische Vielfalt und Bildung für nachhaltige Entwicklung – Schlüsselthemen und Zugänge für Bildungsangebote"

Im Jahr 2011 hat die Arbeitsgruppe „Biologische Vielfalt“ der UN-Dekade in zwei Auflagen ein 34-seitges Grundsatzpapier erarbeitet, das von der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. herausgegeben wurde. Diese Publikation stellt wichtige Schlüsselthemen der biologischen Vielfalt dar. Die vier Schlüsselthemen – Vielfalt der Lebensräume, Leistungen der Natur, Klimawandel und biologische Vielfalt sowie Konsum und biologische Vielfalt – legen dar, wie ein „Lernen von Nachhaltigkeit“ auf mehreren Ebenen angesiedelt und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann. Auf dieser Grundlage werden Hinweise für die Integration des Themas biologische Vielfalt in Bildungsangebote an verschiedenen Lernorten und mit unterschiedlichen Zielgruppen gegeben.

Link zum Download (PDF)


 


Broschüre „Querbeet. Biologische Vielfalt und Bildung für nachhaltige Entwicklung – Anregungen für die Praxis“

Die Arbeitsgruppe „Biologische Vielfalt“ der UN-Dekade hat unter Federführung von Christa Henze und Lenelis Kruse-Graumann die 98-seitige Broschüre erarbeitet, die von der Deutsche UNESCO-Kommission e.V. in 2015/2016 in zwei Auflagen her-ausgegeben wurde.
„Mit der vorliegenden Publikation ist der Wunsch verbunden, eine Orientierungshilfe zu geben, die einerseits die Gefährdung von biologischer Vielfalt und ihre Vernetzung mit anderen nicht nachhaltigen Entwicklungen verdeutlicht und andererseits Möglichkeiten der Bearbeitung und Reflexion für Bildungsprozesse sowie Hand-lungsangebote für „Nachhaltigkeit Lernen“ aufzeigt. Sie kann als „Biotop für Ideen“ gelesen oder durchgeblättert werden, das möglicherweise einzelnen Leserinnen und Lesern ein vertieftes Verständnis über die Zielsetzungen einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Kontext biologischer Vielfalt eröffnet und vielleicht dazu beiträgt, neue Ideen für eigenes pädagogisches Handeln zu generieren."

Link zum Download (PDF)

 



VN-Dekade-Projekte

Modellprojekt Netzwerk Naturschutz
Regierungspräsidium Tübingen, Stiftung Naturschutzfonds


Themen, wie "Naturschutz" oder "Bewahrung der Kulturlandschaft" gehören zu den Schwerpunkten der Lokalen-Agenda-21-Arbeitskreise, in denen sich Ehrenamtliche engagieren. Sie unterstützen mit ihren Ideen und ihrer Tatkraft vor Ort die Bewahrung lebenswichtiger Grundlagen und der Biologischen Vielfalt und gewinnen somit auch als Patner des hauptamlichen Naturschutzes zunehmend an Bedeutung. Um die Arbeit dieser Arbeitsgruppen zum Erfolg zu verhelfen sowie die Motivation neuer Ehrenamtlicher zu erleichtern, ist das Ziel des Modellprojektes, Vertreterinnen und Vertreter dieser Arbeitskreise fachlich und methodisch zu unterstützen und modellhaft ein "Naturschutz-Netzwerk" im Regierungsbezirk Tübingen aufzubauen. Dieses gemeinsame Modellprojekt wurde zweimal als Dekade-Projekt ausgezeichnet.

Seit Ende der Modellphase wird das Netzwerk vom Regierungspräsidium Tübingen fortgeführt.
Netzwerk Naturschutz Newsletter 2016/1 (PDF)
Netzwerk Naturschutz Newsletter 2017/1 (PDF)

VN-Dekade 2007/2008 




Modellprojekt Naturerlebnisraum für Kinder in den Naturschutzgebieten Schafberg-Lochenstein und Schauinsland
Regierungspräsidium Tübingen, Regierungspräsidium Freiburg, Stiftung Naturschutzfonds


In verschiedenen Naturlandschaften und Schutzgebieten sind Naturerlebnisräume für Kinder, Jugendliche udn Erwachsene entstanden. Zur Implementierung der Naturschutzziele in einem Naturschutz- und FFH-Gebiet wurde auf die vier Handlungsfelder der Naturschutzkommunikation gesetzt: Wissensvermittlung, Bewusstseinsbildung, Partizipation und Mediation.
Statt einer Überwachung wird das Grundprinzip der Beteiligung verfolgt. In der Umsetzung der Agenda 21 wurde davon ausgegangen, dass gemeinsam erarbeitete Lösungen eine höhere Tragfähigkeit besitzen und daher weniger staatliche Kontrolle benötigen. Die Ziele wurden wie folgt definiert:
Das Naturschutz- und FFH-Gebiet als Lern- und Begegnungsort in und mit der Natur für Kinder und Jugendliche zugänglich zu machen und ihr Interesse an der heimischen Natur und deren Schutz zu wecken; Kinder und Jugendliche aus den umgebenden Schulen und Vereinen an der Entwicklung und Umsetzung des Naturerlebnisraumes aktiv zu beteiligen; die Lebensräume als Schutzgut der Schwäbischen Alb/Schwarzwald zu verstehen.

Projektflyer MOBI-Wold

Infotafeln im Projektgebiet:
Das haben wir geschaffen (PDF)
Von Tier zu Tier (PDF)
Schülermeinungen zum Projekt (PDF)

Pressemitteilung zur Eröffnung (PDF)
Foto (JPG)

Für Angebote an Schulklassen wenden Sie sich bitte an die Jugendherberge Balingen-Lochen:

Eingangsportal NEST (PDF)
Foto (JPG)
Weitere Infos und Angebote zum NEST


 Logo VN-Dekade 2007/2008




Schülermentorin und -mentor für den Natur- und Umweltschutz
Initiative des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport, des Umweltministeriums sowie der Stiftung Naturschutzfonds, 2001-2006


"fit for future" konnten sich Schülerinnen und Schüler machen, die am Schülermentorenprogramm für den Natur- und Umweltschutz teilgenommen haben. Jedes Jahr würdeb dafür 40 engagierte Achtklässler aus jeweils 10 Haupt-, Realschulen und Gymnasien sowie Schulen in freier Trägerschaft pro Regierungsbezirk zugelassen. Im Schuljahr 2006/2007 ist die Teilnahme in den Regierungsbezirken Stuttgart und Karlsruhe möglich.
Die Ausbildung gliedert sich in zwei mehrtägige schulexterne Ausbildungseinheiten. Unter qualifizierter Anleitung würden die Jugendlichen altersgemäß an die unterschiedlichen Lerninhalte (Naturschutz, Klimaschutz, umweltverträglicher Sport, Methoden der Kommunikation) und gemeinschaftliche Arbeitsformen herangeführt. 

Flyer (PDF)
 Logo VN Dekade


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